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Kutter pullen

Das Kutterpullen würdet Ihr "Landratten" mit Rudern bezeichnen. Nur versteht man unter Rudern normalerweise das, was die Rennruderer in den Rudervereinen mit ihren ewig langen, superschmalen, total kippeligen Rennskiffs tun.

Zum Kutterpullen wird (wie der Name schon vermuten läßt) ein besonderes Boot, eben ein Kutter, benutzt. Einen Kutter kann man sich vorstellen wie ein Rettungsboot auf einem Passagierschiff. Zwei Mann sitzen immer nebeneinander auf einer Ducht (Holzbank) und benutzen jeweils einen Riemen (Ruder).

Und den Vorgang des "ruderns" nennt man pullen. Dann hat ein Kutter auch noch ein Mannschaftsmitglied, welches nicht pullt. Er oder sie steht hinten am Heck und steuert den Kutter. Diese Person nennt sich Kutterführer oder auch Steuermann. Das, was der Kutterführer in der Hand hält nennt man übrigens korrekterweise Ruder bzw. Pinne.

Eine Mannschaft besteht beim Kutterpullen aus jeweils 6 Teilnehmern und einem Kutterführer. Wenn alle an Bord sind, geht es los: gegeneinander, gegen die Zeit, bis zu 1000 Meter weit. Nur wenn die Mannschaft im absoluten Gleichtakt und kraftvoll pullt, kann das Rennen gewonnen werden. Die Aufgabe des Kutterführers dabei ist es, den Kutter auf der Bahn zu halten und seine Mannschaft mit Anfeuerungsrufen dazu zu bringen durchzuhalten.